Um fünf ist es draußen dunkel, das Abendessen ist vorbei – und plötzlich sitzt jede:r vor dem eigenen Bildschirm. Kennst du? Wir sind Julian, Thilo und Yannick, leiten seit vielen Jahren Musikschulen und machen selbst seit Jahrzehnten Musik. Wir wissen: Die langen Herbst- und Winterabende sind eine richtig gute Zeit, um gemeinsam Musik zu machen. Dafür braucht ihr weder Vorkenntnisse noch ein Musikzimmer. Hier sind unsere Ideen, wie Musik ganz entspannt in euren Familienalltag kommt.
Warum Musik so gut in die dunkle Jahreszeit passt
Gemeinsam Musik machen ist etwas, bei dem alle gleichzeitig mitmachen – egal, ob sechs oder sechsundvierzig. Niemand muss gewinnen, niemand muss perfekt sein. Es geht ums Zusammenspielen, ums Lachen, wenn's schiefgeht, und um den Moment, in dem es plötzlich klingt.
Dazu kommt: Musik machen beschäftigt Hände, Ohren und Kopf gleichzeitig. Das ist etwas ganz anderes als Scrollen oder Zuschauen. Und es bleibt etwas übrig – ein Lied, das ihr zusammen könnt.
1. Die 10-Minuten-Session nach dem Abendessen
Fangt klein an. Zehn Minuten nach dem Abendessen, zwei- oder dreimal pro Woche, reichen völlig. Eine:r hält auf der Cajon den Takt, eine:r schrammelt auf der Ukulele, der Rest singt oder klatscht. Fertig ist die Familienband.
Wichtig ist nicht die Länge, sondern das Ritual. Wenn die Session einen festen Platz in der Woche hat, wird sie schnell zu etwas, worauf sich alle freuen. Und wenn ein Abend mal ausfällt, ist das auch in Ordnung.
2. Ein Familiensong für die ganze Saison
Sucht euch gemeinsam ein Lied aus, das alle mögen – vom Lieblingssong aus dem Radio bis zum Kinderlied. Das wird euer Projekt für die nächsten Wochen. Jede:r übernimmt einen Teil: Rhythmus, ein paar Akkorde, die Melodie oder den Gesang.
Viele Songs kommen mit erstaunlich wenigen Akkorden aus. Genau deshalb ist die Ukulele so beliebt: Vier Saiten, kleine Griffe, und schon nach kurzer Zeit klingt es nach Musik. Wenn dein Kind bereits Unterricht hat, frag die Lehrkraft nach einer einfachen Version eures Familiensongs.
3. Mitmachen statt zuschauen
Kinder machen gern das, was ihre Eltern auch tun. Wenn du selbst ein Instrument in die Hand nimmst, wird Musik vom Kinderhobby zur Familiensache. Und du musst dafür nichts können – im Gegenteil: Wenn dein Kind dir etwas zeigen kann, ist das ein großartiges Gefühl für beide.
Gerade für Eltern, die „früher mal“ gespielt haben, ist der Winter ein schöner Moment für den Wiedereinstieg. Die Gitarre aus dem Keller, das alte Keyboard vom Dachboden – oder ein neues Instrument, das ihr gemeinsam entdeckt.
4. Kopfhörer für die stillen Stunden
Nicht jeder Abend ist ein Familienkonzert. Manchmal will jemand einfach für sich spielen, während andere lesen oder schlafen. Dafür sind E-Pianos ideal: Kopfhörer einstecken, und nur der oder die Spielende hört etwas.
Das nimmt viel Druck raus. Üben wird nicht zur Lärmfrage, und auch spät am Abend oder in der Mietwohnung ist Musik kein Problem. Ein E-Piano mit gewichteten Tasten fühlt sich dabei an wie ein echtes Klavier und ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet.
5. Ein kleines Konzert zum Jahresende
Ein gemeinsames Ziel macht alles leichter. Wie wäre es mit einem kleinen Wohnzimmerkonzert in der Adventszeit – für die Großeltern, die Nachbarn oder per Video für die Verwandtschaft? Zwei, drei Lieder reichen.
So ein Auftritt gibt dem Üben einen Grund. Und für Kinder ist es ein besonderer Moment, wenn die ganze Familie gemeinsam etwas vorspielt, das sie selbst geschafft hat.
Unsere Instrumente für Familien-Sessions
Bei Soundoo wählen Musiklehrer:innen die Instrumente aus. Für den gemeinsamen Einstieg empfehlen wir drei Klassiker, die sich wunderbar ergänzen:
- Ukulele: klein, leicht, mit vier Saiten der unkomplizierteste Einstieg in Akkorde. Zum Beispiel die Sopran-Ukulele von Cascha – oder schau dir alle Ukulelen an.
- Cajon: eine Holzkiste, auf der man sitzt und trommelt. Sie hält den Rhythmus zusammen und passt in jeden Flur, zum Beispiel die Schlagwerk Star Box.
- E-Piano: die Basis für Melodie und Begleitung, mit Kopfhörer-Anschluss für die leisen Stunden. Das Yamaha P-45 hat eine gewichtete Tastatur wie ein akustisches Klavier.
Weil du mietest, legt ihr euch nicht fest. Ihr wählt eine Laufzeit von 3, 6 oder 12 Monaten, der Versand ist kostenlos und eine Kaution gibt es nicht. Merkt ihr unterwegs, dass jemand doch lieber Gitarre spielen möchte, könnt ihr nach mindestens drei Monaten auf ein anderes Instrument wechseln.
Warum gemeinsames Musizieren guttut
Dass Musik und Wohlbefinden zusammenhängen, ist gut untersucht. Die Weltgesundheitsorganisation hat dazu über 900 Publikationen ausgewertet und kommt zu dem Schluss, dass Kunst und Musik in vielen Bereichen positiv mit Gesundheit und Wohlbefinden zusammenhängen. Die Qualität der einzelnen Studien ist dabei unterschiedlich (WHO Europa, Fancourt & Finn, 2019).
Eine britische Studie hat sich das gemeinsame Singen im Chor genauer angesehen: Nach einer einstündigen Gruppen-Session waren bei den Teilnehmenden Stresshormone gesunken und die Stimmung besser (Fancourt et al., 2016).
Ehrlich eingeordnet: Diese Studie zeigt einen kurzfristigen Effekt direkt nach dem Singen, keine dauerhafte Veränderung. Musik ist keine Therapie und kein Wundermittel. Aber sie ist eine schöne Art, Zeit miteinander zu verbringen – und das allein ist schon viel wert.
Häufige Fragen
Brauchen wir Vorkenntnisse, um als Familie Musik zu machen?
Nein. Für den Anfang reichen ein Rhythmus, ein paar Akkorde und Lust aufs Ausprobieren. Wenn ihr tiefer einsteigen wollt, hilft Unterricht in einer Musikschule.
Welches Instrument eignet sich für den gemeinsamen Start?
Ukulele und Cajon sind besonders unkompliziert, weil man mit wenigen Griffen bzw. Schlägen schnell zusammenspielen kann. Ein E-Piano ergänzt beides gut. Was zu euch passt, findet ihr am besten mit unserem Instrumenten-Quiz heraus.
Können wir mehrere Instrumente gleichzeitig mieten?
Ja. Du kannst mehrere Instrumente in einer Bestellung mieten und jedes nach mindestens drei Monaten wechseln.
Dein nächster Schritt
Ihr wisst noch nicht, welches Instrument zu wem in eurer Familie passt? Mach unser Instrumenten-Quiz – unsere Musiker:innen beraten euch danach gern persönlich, per Chat, WhatsApp oder E-Mail.
Viel Freude bei eurer ersten Familien-Session!
Julian, Thilo und Yannick


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